Was ist Autogas?

Autogas ist eine Kohlenwasserstoff-Mischung aus Propangas und Butangas. Autogas fällt als Nebenprodukt (sogenanntes Begleitgas) in der Raffinerie bzw. direkt am Bohrloch an. Unter normalen Umgebungstemperaturen ist Autogas GAS-förmig. Ab einem leichtem Druckaufschlag (ca. 2 Bar) geht es in den flüssigen Zustand über. Dabei verringert sich das Volumen um das 260-fache! Dadurch kann eine  verhältnismäßig große Menge Autogas in einem relativ kleinen Tank gelagert werden. Autogas hat einen sehr hohen Reinheitsgrad (97%) und im Vergleich zu Benzin eine sehr hohe Klopffestigkeit, was den Motor leiser laufen lässt. Die gängigsten Namen sind: Autogas, Flüssiggas, der englische Begriff „LPG = Liquified Petroleum Gas“ oder wie in Frankreich „GLP = Gaz Petroleum Liquide“.


Unterschied zwischen Autogas und Erdgas

Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas) ist ein Methangas welches sich nicht verflüssigt und unter sehr hohen Druckverhältnissen (ab 200 Bar!) gasförmig gespeichert wird. Ein enormer Druck, den sonst nur U-Boote ertragen! Dazu werden spezielle Druck-Tanks benötigt, was einen enormen Preisunterschied zum Autogastank ausmacht. Durch natürlich bedingte Qualitätsschwankungen ergeben sich weitere Nachteile. Zusätzlich sind die Qualitätsanforderungen nicht geregelt! Deswegen ist die Reichweite mit derselben Menge Erdgas erheblich geringer als die mit Autogas.


Ist Autogas gefährlich?

Der spezielle Gastank besteht aus 3,5 mm dickem Stahl. Die Zerstörung des Tanks benötigt sehr große Kräfte welche selbst bei einem Unfall nicht erreicht werden. Außerdem sind die Tanks zusätzlich mit speziellen Sicherheitsmechanismen versehen. Im direkten Vergleich mit Flüssigkraftstoffen (Benzin, Diesel) ist Flüssiggas sogar sicherer, da es verfliegt und keine entflammbaren Gase am Boden verbleiben.